Flachware

Datum2015

Der Künstler generiert das Werk und dessen Wert. Er selbst ist ebenso wichtig für Geschäftsvorgänge wie das Werk. Auch er ist die Ware.

Zu sehen sind Auszüge persönlicher Gegenstände, die auf Geldscheine montiert wurden. Die künstlerische Freiheit, welche die gesetzeswidrige Entstellung und Aneignung von Staatseigentum (des Geldscheins) legitimiert, wird zum hübsch gerahmten Schmuck für kaufkräftige Kunden. Käuflich und beweglich, präsentiert sich das Künstlerleben. Das Produkt wird in leicht handelbarer Form zur Verfügung gestellt.

„Je unschuldiger sich die Ökonomie durch Kunst machen will, desto schuldiger wird
die Kunst – bis zu einem Grad, wo ihr von einer kulturellen Mehrheit in der
Gesellschaft nicht mehr verziehen werden kann.“

„Geld frisst Kunst, Kunst frisst Geld“;
Markus Metz und Georg Seeßlen;
edition suhrkamp (Seite 47)